Chroniken der Klippentänzer

Vom Regen in die Traufe

Merle erhielt 250 EP für einen Haufen Lügen um den Toten diskret bei den von Rothenlungs abzuladen und ihnen klarzumachen, welchen Nutzen sie als Verbündete haben können.

Alter Tempel des Obad-Thai

Nachdem der Fluch des Tempels gebrochen war, standen die Drei wieder im ströhmenden Regen. Behelfsmässig wurde ein Unterschlupf mit der 1m^2 Plane gebaut und sich mit den Tieren daruntergezwängt. Waren es 2 Tage? 3 Tage? In diesen Tagen fegte der Monsun in voller Härte über sie hinweg.

Erst als der Drache ihnen eine grosse Plane hinwarf, mit ein paar Andeutungen zu der vor ihnen liegenden Route, hatten sie so etwas wie eine Perspektive. Sobald der Regen ein wenig nachliess, schlurfte man durch den Schlamm weiter nach Vektra.

Felder vor Vektra

Nach mehreren Tagen strapaziöser Reise (man kam wegen Schlamm und Regen nur schwer voran) war die Stimmung verregnet zu nennen eine BODENLOSE Untertreibung: Alle Drei gifteten sich an, Merle war auf ihrem Esel festgebunden wegen einer sehr starken Erkältung…da änderte sich die Landschaft.

Vor ihnen lagen die symmetrisch optimierten und trotz des Monsuns blühenden Felder von Vektra, wo Paprika, Nelken und andere Gewürze angebaut wurden, für die Athelia so berühmt war.

Sahid hatte schon im Kopf durchgerechnet wieviel ihnen der Raub einiger Pflanzen hier bringen könnte, da fiel ihm ein paar ominöse schwarze Kutten auf, die im Schatten der Plantage einen reich gekleideten dicken Mann von einem Baum abhingen, was wohl noch weniger legal war als seine Pläne!

Die Drei konnten die Kutten tatsächlich mit Worten und einer gespannten Armbrust vertreiben- obwohl deren Fähigkeiten beim Rückzug zeigten, dass sie in einem ernsten Kampf definitiv die Oberhand behalten hätten. Endlich konnten sich das Opfer genauer anschaun: Reich gekleidet, Siegelring einer Schlange mit Stern, erst kürzlich erschlagen, dann aufgehängt- es roch nach politischer Intrige statt nur blossen Raubs. Hurra- man war wieder in der “Zivilisation”!

Merle schnallte den toten Mann auf ihren Esel mit der Intention die Familie des Mannes ausfindig zu machen und ihnen von den schrecklichen Neuigkeiten zu erzählen.

Die beiden Elfen waren eher skeptisch ob dies eine so gute Idee war. Paranoia ist sicher die Beste Methode, um heil eine Verschwörung dieser Grösse zu überleben. Und sie sahen selbst ja aus wie die letzten Landstreicher- keine gute Basis für solche Unternehmen.

Die geschlossenen Tore vor Vektra machten ihrer mitternächtlichen Reise aber erstmal ein Ende.
Niemand liess sie ein, stattdessen hatten Sahid und Tinuviel einen Bauern mit Geld dazu überreden müssen, ihnen den Abend Unterschlupf zu gewähren.

Merle versuchte später, alleine in die Stadt zu gelangen- mit dem Hinweis, dass wenn sie heute nacht nicht zurück käme, sicher eine Menge Spass im Gefängnis haben würde.

== Vektra ==

Dem Torwächter fielen fast die Augen aus dem Kopf, als Merle den Siegelring vorzeigte und so brauchte sie garnicht viel erzählen, der Wächter nahm sofort an, sie wäre eine “Von Rothenlung” und “selbstverständlich werde er sie zum Haus begleiten!” Währenddessen versorgte er sie mit den neuesten News:

In Vektra funktioniert anscheinend alles perfekt, wie in einem Uhrwerk.

Nur unnütze Subjekte, wie Landstreicher behielt man besser von den sauberen und symmetrisch aufgebauten Strassen- oder machte ihnen erst garnicht das Tor auf!

Nun standen in 2 Wochen Bürgermeisterwahlen an. Der Kampf zwischen den Spitzenkandidaten
’’’Michael von Rothenlung’’’ und ’’’Raik von Scherbenberg’’’ war so knapp wie noch nie: es gab neben von Rothenlung und von Scherbenberg noch mindestens einen Priester und zwei KAndidaten, die jedoch plötzlich aufgegeben hatten… Bürgermeister in Vektra werden auf Lebenszeit gewählt und Vektraner erleben so eine Veranstaltung deshalb wohl nur alle Jahrzehnte einmal…die Stadt stand also förmlich Kopf!

Bei den Rothenlungs angekommen wurde Merle von der ’’’Hausmeisterin Barbara Delaris’’’ empfengen mit den Worten: “Es gibt keine Merle von Rothenlung- sag warum sollte ich dich nicht gleich hinauswerfen, Landstreicher?”

Mit kurzer Entschuldigung in Richtung der Wache (Schwarzes Schaf der Familie usw.) gewährte Merle ihr einen Blick unter die Plane auf den Toten, bei dem es sich wohl um niemand anderen als Michael von Rothenlung, ehemaliger Bürgermeisterkandidat von Vektra handeln konnte…

Dann ging alles sehr schnell- die Wache wurde zurück auf ihren Posten geschickt und die geschockte Lady von Rothenlung samt ihrer drei Töchter ’’’Saskia, Miriam und Meri’’’ wurden aus ihren Betten geholt um sich die Hiobsbotschaft anzusehen.

Merle wurde ein wenig kühl zum Gast des Hauses erklärt, nachdem sie glaubhaft vorweisen konnte, sie wäre eine Ratsmagierin aus Veria Talis und mit ihrem Gefolge zufällig über die Leiche des Mannes gestolpert. Die Verkleidung war notwendig, um die Leiche so diskret es ging zur Familie zu bringen, und die Verschwörung gegen die Familie auszudecken. Lady von Rothenlung stimmte ihr zu- niemand dürfe von Michaels Tod erfahren. So dürfe Merle auch erstmal nicht das Haus verlassen und ihr Gefolge würde genauso sich hier “Gast” in den Bedienstetenquartieren wissen.

Nachdem alle Drei wieder zusamman waren wurden sie wahrhaft königlich bedient – mit neuen edlen Kleidern, Essen und grosszügigen Gemächern (mit versteckten Perlen). Der goldene Käfig wurde von 2 Wächtern bewacht. Sahid stellte deshalb schon Pläne für eine eventuell eilige Abreise aus dem 10 m über dem boden liegenden Gemächern an. Jedoch war es bereits nach Mitternacht und es siegte bei allen die Müdigkeit.

Mit dem Kopf noch halb in den vielen “Knicks” mit dem Wahlprogramm der einzelnden Parteien und den möglichen Verstrickungen der Kandidaten untereinander, schlief man schliesslich ein.

Am nächsten Morgen würde man mit der Lady von Rothenlung dieses Malheur sicher in einen Sieg verwandeln (und dabei natürlich reich und berühmt werden)…

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Nina_J Nina_J

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